Die Koffer sind gepackt und in den kleinen Rucksack kommen die Kameras und alles was sonst noch Akkus hat plus natürlich dass, was man so für den Flug bei sich führen muss. – Ich hoffe, dass ich alles dabei habe.
Für diesen Urlaub habe ich mir vorgenommen, möglichst noch am selben Abend meine Eindrücke des Tages hier nieder zu schreiben. Ganz wie meine Liebste, Tamara. Tagsüber schreibe ich in meine Journey-App und abends nehme ich diese Notizen für meinen Tagesbericht. Auch werde ich Fotos aus dem Phone ohne großartige Bearbeitung hier platzieren. Was man hat, dass hat man. Wer weiß, ob ich nach dem Urlaub dazu komme. – So der Plan.
Zum Thema Foto: Ich möchte in diesem mehr Videos als Fotos machen, weil ich mir in den vergangenen Tagen einige der Videos angesehen habe, welche Tamara und ich vor Jahren einmal erstellt hatten. Video ist irgendwie doch etwas ganz anderes. Aber natürlich möchte ich mit schönen Fotos wieder nach Hause kommen. Klein und kompakt für Stadt sowie Gruppe und mit 600mm in den Amazonas. Aber am meisten soll in diesem Jahr die 360° Kamera zum Einsatz kommen. Ein Testvideo habe ich schon mit ihr gemacht, als wir mit den Mexikanischen Freunden einen Tag in Dresden verbracht hatten.
Einen nicht unwesentlichen Teil meines Gepäcks nach Brasilien machen die Mitbringsel für unsere Gäste und unsere Gastgeber-Clubs aus. Außerdem besuchen wir auch einen Bürgermeister, eine Kadettenschule und eine deutsche Schule. Plus den beiden Gastfamilien, sind es also mind. acht Geschenke. Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich dafür dass wir insgesamt 42 Tage unterwegs sind, sonst noch relativ wenig eingepackt. Die Kofferwaage hat keine 15 kg angezeigt.
Die Reisevorbereitungen bereiteten mir diesmal Unwohlsein. Die ständigen Warnungen wegen der relativ hohen Wahrscheinlichkeit bestohlen oder ausgeraubt zu werden trugen nicht dazu bei, dass ich mich entspannt fühle und mich freue, Land und Leute in Brasilien kennenzulernen. Aber ich habe einen m.E. vernünftigen Satz gelesen. Man soll vorsichtig und bedacht sein und nicht ängstlich. Ein guter Ansatz, finde ich.
Kurz vor Mitternacht fährt uns Harald mit seinem Auto zum Busbahnhof. Von dort aus geht es mit dem Flix-Bus zum BER. Der Flieger nach Sao Paulo über Lissabon startet planmäßig um sechs von Berlin aus. Wenn wir in Sao Paulo ankommen, sollte uns jemand abholen und wir nehmen unseren Mietwagen in Empfang, mit dem wir ins naheliegende Hotel in Campinas fahren. Am Mittwoch geht es dann mit dem Auto in eine kleinere Stadt, wo wir uns an zwei Tagen mit Kaffee beschäftigen wollen. Am 26. geht es dann wieder zurück nach Campinas, wo wir am Flughafen zu den anderen aus unserer Gruppe stoßen. Schauen wir einmal, was bis dahin so passiert. 😉
Gerade fällt mir ein, dass ich mich noch telefonisch verabschieden wollte. … Zu spät, denke ich. Na, ich habe mir eine App auf das Smartphone geladen, mit welcher ich Postkarten kreieren und an Vati versenden kann. Mit Julchen, Erna und Erhard und den anderen mir bekannten Erdenbürgern kann ich per WhatsApp kommunizieren.
Hmm, eigentlich könnte ich mich noch eine Stunde hinlegen?

Harald hat uns pünktlich und sicher zum Bahnhof gebracht. Womit wir nicht gerechnet haben war, dass der Bahnhof ab 22:00 Uhr geschlossen ist. Armes Deutschland. Also stehen wir draußen und langsam wird es kühler.

Erster Stop nachdem wir aus dem Bus gestiegen sind: Kaffee und Bockwurst bei Kamps… In vier Stunden heben wir hoffentlich ab.

Der Kaffee war zwar gut, aber die 0815 Basic music nervend. Deshalb sind wie alsbald zwei Etagen höher gerolltreppt und haben uns in die sich bildende Check-in-Warteschlange eingereiht. Die Mitarbeiter, welche uns nacher a fertigen werden, stehen jetzt vermutlich auf. 😉
05:15 Alles paletti, das Boarding und der Flug verlaufen planmäßig. Wir kommen gut in Lissabon an. Dann der erste Kuzstreckenlauf. Sao Paulo wird mit bording close angezeigt. Wir kommen am Gate an – nicht unser Flug. Unser hat sich von 10:00 auf 13:00 Uhr verschoben. Der Puls singt und der den Rücken herunterlaufende Schweiß zieht sich in mein Unterhemd zurück.
Jetzt sitzen wir am vermutlich richtigen Gate und ich beobachte Menschen, die sich bemühen, den uns gegenüber stehenden Getränkeautomaten etwas Flüssigkeit zu entlocken. Bei vielen klappt es. Manche sind kurz vor dem Verzweifeln…. In wenigen Minuten soll das Gate am Monitor angezeigt werden. Vielleicht lernen wir noch andere Automaten hier kennen.
