Unsere erste Nacht in Brasilien verbrachten wir im Hotel Ramada in Campinas. Pünktlich um sechs wachten wir auf. Wie zu Hause, als ob es keine Zeitverschiebung für uns gegen hätte. Die Auswahl an Frühstück war reichhaltig und für mich mehr als ausreichend. Insgeheim hoffe ich ja. Dass ich in diesem Urlaub ein paar Gramm verlieren könnte, aber schon die Formulierung der Zielstellung sagt mir, dass ich es nicht so ernst damit meine. Eigentlich müsste es heißen. Am Ende der Reise werde ich mir eine neue Hose der nächst kleineren Größe gönnen. 😉
Nach dem wir gefrühstückt hatten, bestellten wir uns über Uber eine Fahrt zum Airport. Sowie ich auf den ok button drückte und über Paypal bezahlt hatte, fuhr das Taxi vor und brachte uns zu unserem Mietwagen. Den erhielten wir auch relativ schnell. Nur die Reservierung von gestern war abgelaufen und ist storniert worden. Wir mussten einen neuen Vertrag machen und uns, wenn wir wieder Deutschland sind, das schon bezahlte Geld vom Reiseveranstalter Rückerstattung lassen. Mit dem kleinen Toyota fuhren wir dann in Richtung Kaffeeplantagen. Alle x Kilometer war eine Moutstation. Wir zückten unsere Kreditkarte und nachdem ca 2 Euro abgebucht wurden, durften wir weiter fahren. Nur an einer Station wurde keine unserer Karten akzeptiert. Hinter uns bildete sich eine Schlange wartende Autos. Dann sperrte die Polizei hinter uns die Spur. In der Zwischenzeit versuchten zwei Mitarbeiter eine unserer Karten bzw. Telefone zu überzeugen, die zwei Euro zu überweisen. Vergeblich! Dann durften wir ohne zu bezahlen weiterfahren. 👍 Spannend erwarteten wir die nächste Moutstation. Aber ab dann mussten wir wieder bezahlen. 🙄
Unser Hotel in G. liegt mitten im Stadtzentrum an der Hauptstraße mit einem kühlen, gesicherten Parkatz. Nach dem einchecken hatten wir noch ein paar Minuten Zeit, bevor wir zur Besichtigung abgeholt wurden. Dass diese etwas ganz besonderes werden sollte, ahnten wir noch nicht.
Tamara hatte noch zu Hause herausgefunden, dass in der Umgebung von G. bedeutender Kaffee produziert wird. Anna und André hatten auf Anfrage von Tamara daraufhin ihre Fühler ausgestreckt und uns eine Besichtigung einer Kaffeefarm organisiert. Wir wurden von der Tochter des Besitzers vom Hotel abgeholt. Das machte mich schon ein wenig stutzig. Nun, wenn es hier so üblich ist, dann ist das halt so. Im Auto zeigte sie uns ein Foto von einer älteren Frau und wunderte sich, dass wir sie nicht kennen. Dann zeigte sie uns ein Foto von Anne und wir konnten freudestrahlend verkünden, dass sie ab Samstag unsere Gastgeberin sein wird. Dann bekamen wir eine persönliche Führung und uns wurde der Prozess vom schneiden der Kaffeebäumchen, der Ernte, dem trennen der Bohnen vom Rest der Ernte und und und erklärt. Es war wirklich sehr interessant und auch das Zusammenspiel von Natur und Kaffeeanbau wird hier mehr als vom Staat gefördert umgesetzt. Alles wirkte eher als ein großer Park untersetzt mit Kaffeesträu hern. Irgendwie hatte ich das Gefühl bei Bekannten eingeladen zu sein, als hier als Tourist zufällig reingeschneit zu sein. Irgendwann fragte ich, ob denn in der Erntezeit mehr Touristen sind. Unsere Gastgeberin antwortete, dass sie eigentlich keine Touristenführungen machen. Zum Abschluss wurden wir zu frisch gebackene Kuchen und Kaffee eingeladen und bevor wir in unser H Iotel zurück gebracht wurden fragten wir, wo und wieviel wir zu bezahlen hätten. Schließlich hatte sie ein paar Stunden für u s geopfert und uns auch choffierte. Sie war sehr verwundert. Natürlich waren wir ihre Gäste und bräuchten nichts zu bezahlen. Dann schenkte sie uns noch ein Buch und schrieb eine Widmung für uns beide hinein und brachte uns zum Hotel zurück. Während der Fahrt fragten wir, ob wir eine change hätten, ihren Kaffee zu kaufen, damit er in Tamara’s Rosterei vom Menschen mit Beeinträchtigungen weiter verarbeitet werden kann. Klar für solch geringe Mengen kann man keinen Container mieten, aber sie haben auch Abnehmer in Frankreich… Morgen bringt sie noch zwei Probepackungen ins Hotel. Wow, was für ein Aufwand für zwei unbekannte aus Deutschland die vielleicht einen Jahresumsatz machen können, der in ihren Bilanzen nicht einmal positiv bemerkt werden wird. Wir verabschiedeten uns wie alte Freunde. Wir waren überglücklich über diese Begegnung!!!

Nach eeiner kurzen Auszeit im Hotel begaben wir u s auf die Suche nach einem kostengünstigen Restaurant, was auf den in Google maps gezeigten Fotos ganz brauchbar aussah. Die Entfernung zu unserem Hotel wurde mit 900 Meter angegeben. Nach dem dritten Abbiegen in eine Seite Gasse war uns etwas mulmig zumute und spätestens, als wir das Restaurant sahen, kertrn wir schleunigst um. Wir gingen unsere Hauptstraße entlang, bis wir auf ein Restaurant trafen und kertrn dort ein. Es war eine Pizzaria. Ich bestellte kleinste Pizza. Die ich finden konnte + Stella Gold. Tamara kam aus der Küche mit einer Flasche roten zurück. Weil die Verständigung mit unserem Kellnerauf Englisch nicht funktionierte. Nachdem ich meine kleine Pizza in mich hinein gefüttert hatte, war ich zum Platzen gefüllt. Nie wieder Pizza!!! Nun war es bald Zeit zu gehen und wir schwankte satt und zufrieden in unser Hotel.
Gute Nacht.
Was ffür ein wunderschöner Tag!
Ich wünsche euch eine wunderbare Zeit in Brasilien 🇧🇷
Genießt die Zeit und hört nie auf neugierig zu sein. Die Welt ist viel zu schön, um zuhause zu bleiben.
Eines der schönsten Dinge am Reisen ist, dass man erkennt, wie viele gute und liebenswerte Menschen es auf der Welt gibt.
LG Daggi
Vielen Dank liebe Daggi, das haben wir vor, solange es irgendwie möglich ist.