Ich wachte gegen sieben auf. Die Klimaanlage war übernach auf 21 Grad eingestellt. Etwas zu kalt, wie ich am Morgen bemerkte. Oder mein Körper hat neuerdings etwas gegen Klimaanlage? Jedenfalls hüstelte ich so vor mich hin. Im Frühstücksraum war es nicht anders, ein kühler Luftzug blies mir in den Rücken. Für heute zeigt der Wetterbericht 28 Grad an. Kaum zu glauben hier im abgeschotteten Hotel. Das Frühstück hier im Ibis ist wieder vollkommen ausreichend für mich. Rührei mit Würstchen, verschiedene Sorten von Melonen, Ananas und ein kleines Brötchen sind so meine Wellenlänge. Was ich noch gern haben würde, wäre etwas Naturjoghurt und Müsli ohne Zucker. Aber vielleicht habe ich es auch nur übersehen. Morgen früh werde ich das Buffet genauer inspirieren 😉
Nach dem Frühstück fuhren wir mit unserem Leihwagen zu einer Fazenda , wo wir versucht haben für heute eine Führung zu erhalten. Sie hatten zwar abgesagt, weil sie Führungen erst ab drei Personen durchführen, aber wir hatten ja nichts weiter vor und wollten die 10 km investieren, auch wenn letzten Endes nichts herauskommen würde. Also fuhren wir einfach los. Nach kurzer Zeit auf der Straße, ging es auf Feldwegen weiter. Zum Glück hatte es in der letzten Zeit geregnet, so dass der feine rote Sand unser Auto nicht in rote Staubwolken hüllte, wenn uns das eine oder andere Fahrzeug überholte bzw. uns entgegen kam. Wir fuhren und fuhren, aber kein wirklich einladenes Haus war zu entdecken. Irgendwann waren wir dann auch durch das Anbaugebiet hindurch gefahren und wir beschlossen wieder umzukehren. Auf dem Rückweg hielten wir an einer schönen Stelle, um ein paar Fotos zu schießen. Genau an dieser Stelle stand ein Hinweisschild zu der von uns gesuchten Fazenda. Wir Bogen also in den noch schaleren und holpriger en Weg ein, bis wir an ein mehr oder weniger regendichtes Gebäude kamen , wo ein Arbeiter gerade am werkeln war. Tamara fragte irgendwie nach Fazenda??? Und der Arbeiter antwortete in wahrscheinlich besten brasilianischen Potugisisch, dass wir zurück auf den Hauptweg und dann rechts fahren sollten. Ich nehme an er dachte, dass wir uns verfahren hatten und ihn nach dem Weg auf die Hauptstrasse gefragt hätten. OK, dann ab zurück in unser Hotel. Hier aber noch ein paar Videoschnipselchen von diesem Fleckchen Erde:
Komme gleich wieder 😉
Werde die 360 Grad Videos das erste Mal mit der Insta360 App unter Android versuchen zu bearbeiten und zu exportieren.
So, hat funktioniert. Ist zwar auf dem Phone bzw. Tablet etwas umständlich, aber irgendwie geht es. Danach habe ich das Video noch komprimiert,damit ich es direkt auf die Webseite hochladen konnte. Muss ich alles noch ein wenig üben. … Z.B. das Wasserzeichen entfernen. …
Ich denke, dass ich in den nächsten zwei Wochen kaum Gelegenheit haben werde, 360° Videos zu bearbeiten und hier hochzuladen. Da werde ich mich auf Fotos und Videos vom Phone beschränken.
Nachdem wir nun unser Auto wieder in der Hotelgarage abgestellt hatten, bummelten wir noch durchs Städtchen. Wir aßen leckeres Softeis. Meines gab es mit einer Menge Maulbeeren und wir besuchten die örtliche Kathedrale. Drinnen war es angenehm kühl, so dass wir eine ganze Weile dort saßen und ich ganz in Ruhe alles von meinem Platz aus betrachten konnte. Dann gingen wir wieder zurück zum Hotel, wo uns eine junge Frau NationalmannschaftKundenmanagement der hier Kaffee produzierenden Farmen, in ihre Firma abholte. Julia und der Betrieb ihres Vaters haben engen Kontakt zur Kooperationsgemeinschaft, welche Qualitätskontrolle und Vertrieb, sowie Kundenmanagement für die vielen kleinen Produzenten hier übernimmt. Unfassbar, dass sie sich die Zeit für uns nimmt, uns die Arbeit der Koop zu erklären und Tamara auch die Möglichkeiten nennt, wie man Deutschland den Rohkaffee von Julia beziehen könnte. So schnell wie wir abgeholt wurden, waren wir auch wieder im Hotel, nur schlauer!. Ein Satz blieb mir in Guter Erinnerung. Er bedeutete so ungefähr, dass Kaffee kein Wein sei, der je älter er wird, um so wertvoller wird, sondern nach der Ernte möglichst schnell verkauft werden muss, damit auch für die heimischen Produzenten ein Guter Gewinn erwirtschaftet werden kann. In diesem Jahr hat die kurze Regenperiode, welche eigentlich mitte Oktober kommt, schon während der Ernte August/September eingesetzt, so dass mehr Bohnen als sonst vom Strauch abfielen aber auch der Trocknungsprozess hinausgezögert wurde. Aber seitens der Quantität war diese Ernte eine gute.
Und wieder war es ein schöner und interessanter Tag.
Morgen beginnt nun der erste Teil des diesjährigen Austausches. Wir werden Anna und Andre persönlich kennenlernen.